„Für uns sind die Namen im Abspann eines Films interessant.“ Christian Riml
WaRis - Das Tiroler Filmarchiv hat es sich zur Aufgabe gemacht den vielen Geschichten rund um das Filmland Tirol nachzuspüren, Filmmaterialien und -dokumente zu sammeln, sowie historische Daten zu analysieren. Wegen
der Fülle an Dokumenten und Themen mussten wir uns entschliessen unsere
gesamte Sammlung bis Anfang der 1970er Jahre zu begrenzen! Unsere konkrete Arbeit begann vor ca. acht Jahren. Seitdem konnten wir Nachlässe und unzählige verschiedene Dokumente, wie Filmprogramme, Plakate, Fotos, Filme oder persönliche Erinnerungsstücke Beteiligter zusammentragen.
Viele Menschen braucht es um einen Film zu drehen. Die meisten von ihnen stehen dabei hinter der Kamera und bleiben dem Publikum unbekannt. Auch ihren Geschichten, ihrem Leben nachzuspüren und sie nicht vergessen zu lassen ist unser Ziel. So sind die Highlights unserer Arbeit auch immer wieder das Auffinden von noch lebenden Zeitzeugen und die Interviews mit ihnen. Dadurch konnten wir bereits manches unbekannte filmhistorische Detail und spannende Lebensgeschichten erfahren. Daneben sind wir bemüht unsere Forschungsergebnisse zu publizieren. Eine sehr umfassende Arbeit waren die Recherchen zum ehemaligen Tiroler
Filmatelier. Weit über zwei Jahre waren wir ausschließlich damit
beschäftigt. Unsere Arbeit dazu konnten wir der Öffentlichkeit bereits in zwei großen, von uns
konzipieren und geleiteten Ausstellungen vorstellen.
Unsere Bemühungen um die Geschichte dieses Tiroler Filmateliers wurden auch in der Diplomarbeit von Johannes Köck ausführlich erwähnt. Johannes Köck ist Leiter der CineTirol (Cine Film Commission und Cine Tirol Filmförderung). Eine zweite von uns begleitete Diplomarbeit (Uni Wien) zur Filmgeschichte des ehemaligen Tiroler Ateliers wurde von der Diplomandin Melanie Scheiber im Sommer 2008 fertig gestellt. Im Jahre 2010 konnte wir Conrad Schmoll von der deutschen Sporthochschule Köln bei seiner Diplomarbeit "Der Skifilm der 20er & 30er Jahre und dessen Bedeutung für den zeitgenössischen Tourismus des Arlberggebiets" weiter helfen.
Wir sind...
Helma Türk und Dr. Christian Riml, dessen Vater der Innsbrucker Kameramann und Schauspieler Walter Riml war. Walter Rimls Nachlass und Vermächtnis bilden den Grundstock unseres Archivs. Die beiden Anfangsbuchstaben seines Namens ergeben die Bezeichnung "WaRis". Nicht unerwähnt bleiben darf, dass es sich bei unserem Archiv um eine private Sammlung handelt.
Dr. Christian Riml & Helma Türk
Wir pflegen Kontakte zu nationalen und internationalen Filmarchiven und arbeiten mit Filmschaffenden aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Unser Wissen wird ebenso von Buch- und Filmautoren oder Filmproduktionsfirmen für deren Projekte nachgefragt.
Fotos: WaRis-Tiroler Filmarchiv